Wir suchen Paten für Härtefälle, welche aufgrund der Schwere ihrer Einschränkung und finanziellem Status des Existenzminimums nicht in der Lage sind eine sexuelle Assistenz in Anspruch zu nehmen.

Sexualität gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen und damit auch ganz grundsätzlich zu den Menschenrechten. Das Recht, die eigene Sexualität auszuleben, ist Bestandteil des Grundrechts der persönlichen Freiheit, der Rechtsgleichheit sowie weiterer internationaler Menschenrechtsdokumente wie der Behindertenrechtskonvention, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, des UN-Sozialpaktes, der Deklaration der sexuellen Rechte. Die Sexualität ist immer Bestandteil der Persönlichkeit. Das Recht auf Sexualität bedeutet zudem: niemand hat das Recht, von einem andern Menschen Sexualität einzufordern, wenn dieser das nicht freiwillig will/kann, und genauso hat niemand das Recht, einem Menschen dessen Sexualität abzusprechen oder das Ausleben davon zu verbieten.

Das Recht auf Sexualität ist verankert in nationalen und internationalen Rechtsgrundlagen.

Diana Kuring (Dr. rer. pol., Autorin, Sozialpädagogin)

Leider sind Behindertenorganisationen und Stiftungen nach wie vor nicht bereit mit finanzieller Direkthilfe Härtefälle zu unterstützen, weder für die Dienstleistung der Sexualbegleitung noch für Anreise und Hilfestellungen. Dies trotz der vorgegebenen Gesetze wie Diana Kuring diese belegt.

Bestimmen Sie selbst wie hoch Ihre Hilfe ist, jeder Franken hilft.

info@sexcare.ch

 

Daniel

Leben für den Augenblick

Daniel ist durch seine schwere CP (Cerebral Parese) rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Seine Spastik (Muskelverkrampfungen) hat u.a. starken Einfluss auf die verbale und schriftliche Mitteilungsmöglichkeit. Die Muskeln seiner Arme und Beine stehen unter dauernder Anspannung, ein koordinativer und willensbestimmter Einsatz ist bis auf die Bedienung seines Elektrorollstuhl’s ein Akt der Unmöglichkeit.  Trotz seiner schweren Einschränkung steht er mit aller Kraft im Leben. Er arbeitet in einer geschützten Werkstatt im Kanton Bern. Einer seiner Aufgaben ist es täglich mit seinem Elektrorollstuhl die Briefpost am Postschalter abzugeben. Diese Aufgabe nimmt er sehr ernst und er führt sie bei jedem Wetter mit grosser Leidenschaft aus.

Daniel gönnt sich zwei bis drei Mal im Jahr eine sexuelle Assistenz, da er nicht in der körperlichen Lage ist seinen Bedürfnissen selbst nachzukommen.

Diese Treffen sind nur möglich, wenn er sich an seinen selbst erarbeiteten Sparplan hält. Daniel bekommt anstatt einem Lohn nur ein monatliches Taschengeld das unter 100.—liegt. Daniel geht nicht in den Ausgang, verzichtet am Mittag auf seinen geliebten Kaffee und spart somit jeden Rappen zusammen, dass er sich eine sexuelle Assistenz leisten kann.